Gebackene Topfentorte an Mango-Koriander-Kompott

Derzeit backe ich viel und gerne. Irgendwie empfinde ich das als Meditation. Auf vielen facebook-Kochgruppen sieht man immer wieder, dass extra zum Nachmittagskaffee ein ganzer Kuchen gebacken wird. Mache ich eigentlich nicht- ich meine, wer soll denn das essen? Mir reicht meistens ein Stück, und der Herr Anton kriegt halt auch keinen ganzen Kuchen weiter (wobei ich mir ja gar nicht so unsicher bin, dass ers manches Mal gerne machen würde ;-)). Als wir Mitte Oktober wieder in Bayern bei Herrn Antons Familie waren, war meine Schwiegermama so lieb, mir eine verstellbare Springform Tortenform zu schenken, ich hab mich riesig gefreut! Da ich bislang nur für Omas 85. Geburtstag eine kleine Torte damit gebacken habe, wollte ich wieder mal etwas Kleines backen. Ein Topfenkuchen sollte es sein, so viel war sicher. Ein schöner, flaumiger, weicher und saftiger Topfenkuchen, das war also das Ziel. Leider fand ich online gar kein Rezept ohne Vanillepuddingpulver, was mich etwas betrübt hat, allerdings war das Ergebnis dennoch sehr gut (sagt Herr Anton, und der muss es ja schließlich wissen).

Für eine kleine Topfentorte (Ø 16,5 cm) braucht ihr:

  • 500 Gramm Topfen (in Deutschland: Quark, in D verwende ich am liebsten den von Berchtesgadener Milch), 20% Fettgehalt
  • 150 Gramm Kristallzucker
  • 4 kleine oder 3 große Eier, getrennt, sollten kalt sein
  • eine kleine Prise Salz
  • etwas Essig (beliebig, ich nahme da einfachen Tafelessig)
  • 1 Packung Vanillepudding
  • bei Belieben Vanillezucker

Man kann natürlich auch den Teig beliebig vervielfachen.

Als erstens wische ich die Rührschüssel  mit etwas Essig und Küchenpapier sowie die Rührhaken aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Schüssel eben komplett fettfrei sein muss, damit der Eischnee gelingt. Hernach aus dem Eiweiß mit einer Prise Salz und einem kleinen Schluck Essig  festen Eischnee schlagen. Am besten, man macht den Kopf-über-Test: vorsichtig die Schüssel über den Kopf heben, bleibt der Schnee drinnen, ist es fest genug. Tut es das nicht, müsst ihr wohl oder übel eine Extraeinheit putzen einplanen. 😉 Wenn der Schnee fertig ist, beiseite stellen. Das Rohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Nun den Topfen mit den Dottern gut verrühren, dann Zucker (und Vanillezucker) einrühren und zum Schluss das Puddingpulver dazugeben. Den Schnnee langsam (!) mit einem Schneebesen in den restlichen Teig einrühren. Das Rohr einfach auf Unter/Oberhitze umschalten und den Kuchen in eine vorgefettete Springform geben. Nun etwa 40 Minuten backen. Achtung: das ist die Zeitangabe für den kleinen Kuchen, bitte größere Kuchen länger drin lassen. Nach der Stäbchenprobe (man nimmt einen Zahnstocher oder einen Holzspieß und sticht hinein; sollte das Stäbchen trocken sein, ist er fertig. Hernach noch etwa 20 Minuten im Rohr lassen. Die Torte abkühlen lassen, aus der Form lösen und wenn man mag mit Staubzucker bestäuben.

Letzte Woche habe ich ganz wunderbare, aromatische Flugmangos gekauft. Für mich war ganz klar, dass ich eine davon in irgendeiner Art und Weise zu dieser Topfentorte essen würde, bloß war mir nicht klar, in welcher Form. Schließlich kam ich nach längerem Überlegen zu dem Schluß, dass Mango und Koriander eigentlich miteinander gut schmecken würden. das klingt vielleicht für manche eher befremdlich; allerdings habe ich eine ganz besondere Liebe zu Koriander entwickelt. Ich meine, das bei meinem ersten Besuch in Armenien, 2008, das erste Mal Koriander probiert zu haben. In diesem wundervolle Land kommt man dem Kraut sowieso nicht aus: dort wird sehr viel mit frischen Kräutern gekocht, eben vor allem mit Koriander. Von dem Zeitpunkt an war es eher eine Hassliebe, seit ich allerdings im Mai diesen Jahres noch einmal Armenien besucht habe, habe ich mich in Koriander verliebt und esse ihn möglichst oft. 🙂 Man kann besagtes Kompott auch bestimmt ohne Koriander machen, wenn man diesen nicht mag.

Für das Mangokompott braucht ihr:

  • 1 vollreife Mango
  • etwa 2 EL (braunen) Zucker
  • 2-3 Kardamomkapseln
  • Das Mark einer Vanilleschote
  • nach Belieben: etwa 6-7 Stiele Koriander

Die Mango schälen und in etwa 1cm große Würfel schneiden. Den Zucker in einem Topf erhitzen. Sobald der Zucker anfängt zu karamelisieren, etwa 150ml Wasser aufgießen und die Mangowürfel hineingeben. Drei aufgestoßene Kardamomkapseln sowie das Mark einer Vanilleschote dazugeben und einköcheln lassen. Ganz zum Schluss den kleingehackten Koriander, wenn man mag, zugeben. Etwas abkühlen lassen und zur Topfentorte servieren.

Übrigens kann man die Schalen einer Vanilleschote in einen geschlossenen Behälter mit Staubzucker geben und einige Wochen stehen lassen, somit hat man selbstgemachten Vanillezucker.

Gutes Gelingen!

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Ein Gedanke zu “Gebackene Topfentorte an Mango-Koriander-Kompott

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