Orange-Mohnkuchen an zweierlei Schokoladenmousse

Letztens sah ich in einer meiner Lieblingskochgruppen auf facebook einen wunderbaren Orangenkuchen, in dem ganze Bio-Orangen zuerst gekocht und dann püriert werden. Der Kuchen sah so unglaublich saftig aus, ich hatte sofort Lust, ihn nachzubacken. Allerdings mochte ich auch nicht die Hälfte wegschmeißen, da der Herr Anton- sofern es sich nicht um einen Schokokuchen handelt und er gerade keinen Süßjieper hat- auch nicht der riesige Kuchenesser her. Glücklicherweise bekamen wir am Freitag Besuch von lieben Freunden. Vor allem war eine Freundin aus Würzburg und ein Freund aus Norwegen wieder mal in Wien- da freut man sich gleich noch mehr. 🙂

Sobald es November wird, kaufe ich vorsorglich mal alles Möglich an Zutaten ein, die man fürs Keksbacken brauchen könnte, denn ich hatte mir vorgenommen, pünktlich zu Weihnachten viele verschiedene Platzerl zu backen. Leider hat das nicht so ganz gekappt, da ich dann über zwei Wochen im Krankenhaus verbracht habe. Jedenfalls hatte ich noch gemahlenen Mohn zu Hause und wollte den auch verarbeiten, vor allem weil ich mir die Kombination von Mohn und Orangen ziemlich gut vorstellte- ich sollte Recht behalten.  Also habe ich kurzerhand versucht, ein eigenes Rezept für den Kuchen zusammen zu stellen und es hat funktioniert. Ein Glück! 🙂

Für eine 17cm-Springform braucht ihr:

  • 150g weiche Butter
  • 150g Kristallzucker
  • vier ganze Eier
  • 100g Mandeln
  • 170g Mohn
  • eine Packung Backpulver in 100g Mehl eingerührt
  • vier kleine Blutorangen, unbedingt Bio-Qualität, da auch die Schale verwendet wird
  • zwei Packungen Vanillezucker
  • eine große Orange
  • 1 EL Butter
  • drei EL Zucker

Die Orangen etwa anderthalb Stunden weich kochen, danach rausgeben, von Kernen befreien und pürieren.

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Die Butter mit der Zucker schaumig schlagen, sodass eine weiche Creme entsteht. Nun ein Ei nach dem anderen hinzufügen und jedes Ei einzeln gut mit der Creme verühren. Hernach die gemahlenen Mandeln und den Mohn nacheinander dazurühren, bis ein glatter Teig entsteht. Das Mehl/Backpulvergemisch löffelweise unterrühren. Einen kleinen Tortenring mit Öl auspinseln, das Ganze auf ein Backblech stellen und den Teig einfüllen. Nun etwa 35-40min auf Ober-/Unterhitze backen bzw. so lange backen, bis der Kuchen die Stäbchenprobe bestanden hat, da ja jeder Ofen anders bäckt. Natürlich kann man den Kuchen auch in einer größeren Form backen, allerdings wird er dann flacher und man muss mit der Backzeit aufpassen, also verkürzen. Sollte er oben schon gebräunt sein, aber noch nicht durch, einfach gut mit Alufolie abdecken und weiterbacken, bis er gar ist, er bräunt dann nicht mehr nach.

Für den Belag eine große Orange schälen und ein Scheiben schneiden. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen (und den Ofen natürlich ausschalten). In einem kleinen Topf den Zucker mit der Butter mischen und schmelzen lassen, den Kuchen damit beträufeln und die Orangenscheiben drauf legen. Nun den Kuchen einfach zurück in den Ofen stellen, so „trocknen“ die Orangenscheiben noch.

Für das Schokoladenmousse braucht ihr:

  • je 200g weiße Schokolade und 200g dunkle Schokoladen (ich habe 85%ige genommen)
  • je 2 EL Staubzucker (Puderzucker)
  • je drei Eigelb und drei Eiweiß (getrennt)
  • je 250g Obers/Sahne

Ich habe zuerst das weiße und dann das dunkle Mousse gemacht. Das dunkle wird nicht sonderlich süß, aber das wollte ich auch nicht. Also einfach, wenn man es süßer haben mag, mehr Zucker hinzugeben.

Die Schokolade in Stücke brechen und in einer Schmelzschale (oder einem Metallgefäß) über dem Wasserbad schmelzen. Zwischenzeitlich den Obers schlagen, genauso das Eiweiß zu Schnell schlagen. Den Dotter mit dem Zucker cremig schlagen. Jetzt in einer großen Schüssel zum geschlagenen Eigelb die geschmolzene Schokolade dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Das Ganze wird sehr fest, aber keine Sorge- das gehört so. Den Obers vorsichtig einrühren, hernach den Eischnee vorsichtig aber gründlich einrühren. Hinterher einfach in die gewünschte Form füllen und mindestens fünf Stunden gut im Kühlschrank fest werden lassen.

Gutes Gelingen wünscht euch eure

Leni

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s