Zucchinispaghetti in Pestomandelmussauce mit Tomätchen

Ich muss sagen, ich bin einfach kein Gemüsetiger. Nein, wirklich nicht. Womit das zusammenhängt, kann ich mir eigentlich recht schnell erklären: meine bosnischen Wurzeln. Bei uns zuhause gab es zwar immer sehr gutes Essen, aber Gemüse spielte seit jeher eine untergeordnete Rolle. Es ist bei Weitem nicht so, dass es kein Gemüse gab, aber es spielte eben nie die Hauptrolle. Mir fällt zum Beispiel kein typisch bosnisches Veggie-Gericht ein, in dem ein Gemüse die Hauptrolle spielt. Klar, Burek gibt es mit verschiedenen Füllungen, aber da geht es doch auch nicht wirklich um das Gemüse. Übrigens ist Burek an sich nur die Pita mit Fleischfüllung, der Rest heißt schlicht und einfach Pita. (Für die, die es verstehen: Sve pite su pitice a burek je pitac. ;-)) wir haben auch Ajvar selbstgemacht, als wir im Sommer in Bosnien waren, genauso wie Sauerkraut oder auch sauer eingelegtes Gemüse, aber eben ein Hauptgericht, das nur aus Gemüse besteht, fällt mir nicht ein. Außer Sataras, das ist Letscho. Isst man aber auch mit Brot und Sauerrahm und das Gemüse ist halt total weichgekocht. Ansonsten gibt es natürlich Millionen von Fleischgerichten. Jeder, der schon einmal in einem jugoslawischen Restaurant war, weiß, wovon ich spreche.

Na, jedenfalls, habe ich beschlossen, das mal zu ändern- nicht nur wegen des Gemüses selbst. Auch, weil ich beschlossen habe, mich gesünder zu ernähren. Nicht nur mich, der Herr Anton, mein Freund, wird da wohl mitziehen müssen, obgleich er natürlich als gestandener Bayer gerne deftig ist. Nur merkt man das halt an seiner Figur nicht- an meiner schon- eine Gemeinheit! Nun, es half alles nichts, und er ließ mich natürlich schalten und walten wie ich wollte: vegetarisch und vegane Kochbücher wurden gekauft, studiert und Rezepte rausgesucht, was man kochen könnte. Wie könnte es anders sein: natürlich wurden auch Küchenutensilien gekauft, schließlich kann man ja nichts Neues kochen, wenn man nicht das richtige Werkzeug hat. Konnte ich ihm glücklicherweise auch gut erklären, weil der Herr Anton Handwerker ist, da ist es ganz klar, dass man sich das passende Werkzeug auch kauft. 😉 Meine Wahl fiel dann auf einen Spiralschneider der Firma Lurch. Im Internet hab‘ ich auch vorher schon gute Berichter drüber gelesen, und die Welt kostet der halt auch nicht. Deswegen gab es heute besagte Spaghetti; hier das Rezept, das man natürlich auch mit Teigwaren machen kann:

Zutaten:

  • Zucchini (für den Spiralschneider eignen sich große und dicke am besten)
  • Cocktailtomaten, Menge nach Belieben
  • Olivenöl
  • Mandelmus
  • Pesto Genovese (ich muss zugeben, ich habe immer gekauftes zuhause, wobei ich nur das von ja!natürlich kaufe- das ist nämlich das einzige Pesto, das keine Kartoffelflocken oder sonstige Bindemittel hat und man im normalen Einzelhandel bekommt. Ist zwar nicht günstig mit etwa 5€, aber das ist es mir wert)
  • Parmesan

Einen Zucchino in den Spiralschneider einspannen und zu Spaghetti verarbeiten. Nebenbei ein paar Cocktail tomaten in Scheiben schneiden und in einer tiefen Pfanne in etwas Olivenöl anbraten, die Spaghetti dazu geben und salzen, zudecken und etwa 3min so „köcheln“ lassen (durch das Salz zieht ja das Gemüse Wasser), danach Deckel wieder weggeben und den Saft wieder einreduzieren lassen. Danach pro Portion einen Kaffeelöffel Mandelmus dazugeben und mit etwas Wasser aufgießen; gerade so viel, dass eine eher dickflüssige Sauce entsteht. Weiters pro Portion einen Teelöffel Pesto pro Portion zugeben, umrühren, und alles noch einmal kurz erhitzen. Fertig! Nun einfach auf einem Teller anrichten und nach Belieben Parmesan drüber streuen.

Dieses Rezept mag ich deshalb so gerne, weil es innerhalb von zehn Minuten warmes und gesundes Essen gibt- fast sogar schneller als eine TK-Pizza, also ideal für den Alltag. Wenn man das Pesto selbst macht und den Parmesan weglässt, hat man die vegane Variante davon, die sich gut für vegane Gäste eignet.

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