Schokoladenfondant kuchen und Macarons

Da man ja standesgemäß bei einem Menü immer von hinten anfängt, mache ich das bei den Rezepten zu meinem Ostermenü ganz genauso, heute gibt es also die Rezepte für die Nachspeise meines Ostermenüs. Zu diesem Schokoladenkuchen gibt es tätsächlich eine Geschichte: früher, als der Herr Anton und ich noch ganz frisch zusammen waren, gingen wir öfter zu Vapiano essen, unter Anderem, weil es denselben direkt am Bahnhof gibt, wo der Herr Anton immer in Wien angekommen ist. Außerdem gibt es wenig, dass den Herrn Anton so glücklich machen kann, wie eben eine große Portion Pasta. Na, jedenfalls aß er immer wieder den „death by chocolate“-Kuchen dort und einmal, als er mich besuchte, beschloss ich, ihm eine Freunde zu machen und suchte nach dem Rezept. Bei foolforfood wurde ich tatsächlich fündig: zwar heißt dort Kuchen dort nicht gleich, aber der Geschmack ist fast derselbe, nämlich himmlisch schokoladig. Man fühlt sich im siebten Schokoladenhimmel. Man muss zwar zugeben, dass der Kuchen eine ziemliche Kalorienbombe ist, aber so oft bäckt man den dann doch nicht…oder aber man lässt seine bessere Hälfte den Kuchen größtenteils verspeisen. Aus eigener Erfahrung rate ich euch unbedingt mindestens am Vortag, noch besser aber zwei bis drei Tage im Voraus zu backen. Glaubt mir, er wird immer besser. Ich nehme auch am liebsten Schokolade mit einem sehr hohen Schokoladenanteil, also 85%-90%, dadurch wird der Kuchen unsagbar saftig, ohne aber zu süß zu schmecken. Ich würde keine Schokolade unter 70% Kakaoanteil verwenden, da er einfach dann zu süß wird. Von Vollmichschokolade rate ich ganz ab.

Nun, und Macarons habe ich tatsächlich erst im Urlaub auf Réunion im Februar 2014 gegessen. Ich finde einfach, es gibt Dinge, die muss man dort das erste Mal probieren, wo man die Chance hat, dass sie wirklich gut ist. In der Tat, sie waren göttlich und seitdem habe ich keine mehr gegessen, bis ich nicht neulich gesehen habe, dass die liebe Bine Macarons gemacht hat. Ich musste mich einfach dran versuchen! Ich wollte mir für den Erstversuch keine Backmatte kaufen, weil ich klugerweise der Meinung war, man findet immer zwei gleiche und man darf auch sehen, dass sie handgemacht sind, also habe ich auf ein Backpapier mit einem Zirkel die Kreise vorgezeichnet, das Blatt umgedreht und so die Macarons gemacht. Für den Erstversuch durchaus eine Idee- allerdings glaube ich, dass bald mal so eine Matte in den Einkaufswagen hüpfen wird, und zwar zusammen mit einer Kaffeemühle, weil ich nämlich mindestens drei Stunden (vier Breaking Bad Episoden lang!) damit verbracht habe, gemahlene Mandeln durch ein Haarsieb durchzudrücken. Mache ich nie wieder. Auch wenn der Herr Anton dann bestimmt schreit, dass wir keinen Platz haben… Für den Schokoladenfondantkuchen braucht ihr:

  • 200g gute Schokolade mit hohem Kakaogehalt
  • 200g Butter
  • 200g Zucker
  • 5 Eier
  • 2-3 EL Mehl

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Die Schokolade in der Packung zu kleinen Stückchen brechen, die Butter in Stücke schneiden und In einer Schmelzschale oder einer Schüssel (Achtung, kein Plastik verwenden, Glas oder Metal eignet sich aber gut) beides über dem Wasserbad schmelzen lassen. Wenn alles geschmolzen ist, in eine Rührschüssel umfüllen und mit dem Zucker verrühren. Die Eier nacheinander in den Teig rühren und am Schluss das Mehl hineingeben und gut verrühren. Die gewünschte Form mit einem Pinsel mit ein wenig Öl bestreichen und den Kuchen etwa 20 Minuten backen. Ich habe den Kuchen auf zwei Mal in einer kleineren Form gebacken. Danach einfach abkühlen lassen, aus der Form lösen und mindestens einen Tag stehen lassen. Der Kuchen wird von Tag zu Tag saftiger. 🙂

Für die Macarons braucht ihr:

  • 36g Eiweiss (wirkich genau abwiegen- ob man jetzt 35g oder 37g gelten lässt, muss man selbst entscheiden- ich hab jedenfalls die genaue Menge genommen), mindestens am Vorabend getrennt und im Kühlschrank aufbewahrt
  • 75 Staubzucker (Puderzucker)
  • 45g gemahlene Mandeln
  • 10g Kristallzucker
  • wenn man mag: Lebensmittelfarbe, aber darauf achten, dass man eine Paste oder ein Pulver verwendet, ansonsten könnte die Konsistenz leiden.
  • 40g weiße Kuvertüre
  • 20ml (einfach ein Schluck) Schlagobers (Sahne)

Wenn man keine Backmatte hat, mit einem Zirkel die Kreise auf einem Bogen Backpapier vorzeichnen. Das Eiweiss etwa eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank legen, ich habe auf mehreren Blogs gelesen, dass es passieren kann, dass die Macarons nichts werden, wenn das Eiweiss zu kalt ist, und darauf will man es wirklich nicht ankommen lassen, nicht wahr? Die Mandeln mit dem Puderzucker mischen und durch ein ganz feines Haarsieb drücken. Wenn man hat, empfehle ich auf jeden Fall das Mandel-Zucker-Gemisch mit der Kaffemühle ganz fein zu mahlen, man spart sich viel Arbeit dadurch. Dennoch unbedingt gemeinsam mahlen. Dann auf drei kleine Schüsselschen aufteilen. Einen Spritzbeutel mit einer kleinen, runden Tülle verstehen und in einen hohen Becher legen, die Enden um den Becher klappen, so klappt es am besten mit dem Befüllen des Beutels. Das Eiweiss fast steif schlagen, dann den Kristallzucker dazugeben. Nun, wenn man mag, die Lebensmittelfarbe hinzugeben und nochmals gut verrühren. Ich empfehle hierzu am besten, wenn man hat, einen Stabmixer mit Quirl und einen hohen Becher (0,5L). Das Puderzucker-Mandel Gemisch nun auf drei Mal hinzugeben und zu einer zähflüssigen Masse verühren. Das Backblech mit zwei Schichten Backpapier ausstatten: einmal das mit den Kreisen und drunter ein leeres. In den Spritzbeutel füllen und auf in die Mitte der Kreise spritzen. Etwa zu 2/3 vollmachen, der Rest verteilt sich. Nun die Macaronschalen eine halbe Stunde stehen lassen. Zwischenzeitlich den Backofen auf 140 Grad Umluft vorheizen. Nach der Ruhezeit die Macarons je nach Größe 8-15 Minuten backen lassen. ich habe welche mit 2,5cm Durchmesser etwa zehn Minuten drinnen gelassen. Gerade beim Erstversuch sollte man sich meiner Meinung nach nicht scheuen, auch eine oder zwei zu opfern, da auch jeder Backofen anders bäckt. Komplett auskühlen lassen. Hernach die weiße Kuvertüre mit dem Schlagobers (Sahne) schmelzen lassen und gut abkühlen lassen. Die Füllung mit dem Mixer aufschlagen, vorsichtig die Macaronschalen vom Backpapier ablösen und miteinander verkleben. Wenn man mag, kann man auch frische Himbeeren reinlegen und dann miteinander verkleben. Ich sag’s euch: das ist das absolut beste, das ich jemals an Nachspeisen gegessen habe. Für mich natürlich sowieso, weil ich Himbeeren liebe. Man fühlt sich fast so edel, fancy und magnifique wie Blair Waldorf aus Gossip Girl. ❤

Ich wünsch‘ euch viel Spaß beim Nachmachen! Leni

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