Persischer Reis mit zweierlei Spießen, Berberitzen und Koriandermöhren

Vor ein paar Monaten sahen der Herr Anton und ich fern und sahen zufällig eine Doku über den Wiener Naschmarkt. Ich weiß, das klingt komisch, aber wir lieben Dokus über Essen und Esskultur, besonders gerne sehen wir beispielsweise auch die „Zu Tisch in…“ Serie von ARTE. Noch dazu war es eine ältere Doku, die definitiv vor unserer Zeit in Wien gedreht wurde. Na, jedenfalls erzählte dort ein Gewürz/Trockenobsthändler von einem Rezept aus seiner Heimat, nämlich vom persischen Huhn mit Berberitzen. Und das ließ mich irgendwie nicht los, weil ich mir das sooo gut vorstellte…aber die Beilage- also Reis, ist ja so gar nicht mein Fall. Man könnte sagen, dass sich mein Reiskonsum auf die asiatischen Gerichte beschränkt, also Sushi und ab und zu als Beilage ist er okay, aber mehr auch nicht. Am liebsten ist mir Reis sowieso, wenn er in der Packung im Supermarktregal steht. Aber: in einer anderen Sendung der Küchenschlacht sah ich, wie persischer Reis zubereitet wird und ich konnte nicht widerstehen, auch dem Reis noch eine Chance zu geben. Das Huhn habe ich nicht gemacht, da ich auch unbedingt auch Lamm haben wollte, und außerdem war Jenny früher auf Geflügel allergisch, da wollte ich das Schicksal nicht zu sehr herausfordern.

Für vier Personen braucht ihr:

  • 500g Lammlachse
  • 500g Geflügelfilet (ob Huhn oder Pute ist ganz egal)
  • einen halben Becher Jogurt
  • 4 Kardamomkapseln
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 2 TL Kukurma
  • 2 TL Ras el Hanout
  • 2 EL Salz
  • Olivenöl
  • den Saft einer Limette
  • 2 TL Cajun-Gewürz (ich nehme immer das von NENI am Tisch
  • 2 Tassen Reis
  • Butter
  • 2 Hände voll Berberitzen (wenn man keine bekommt, kann man bestimmt auch getrocknete Cranberrys nehmen)
  • 4 EL Zucker
  • sechs große Karotten
  • einen halben Bund Koriander
  • Gemüsebrühe

Die Lammlachse in Stücke schneiden und auf Spieße stecken. Eine Marinade aus Jogurt, Kreuzkümmel, Kukurma, Ras el Hanout, Salz und Olivenöl mischen und über die Spieße geben. Ich würde empfehlen, die Spieße schon am Vomittag oder am Vorabend einzumarinieren. Das Geflügel ebenfalls schneiden und mit dem Olivenöl und dem Cajungewürz marinieren.

Den Reis halbgar kochen. Hernach einen großen Topf oder Bräter nehmen und etwa 4 EL Butter erhitzen, den Reis dazugeben und mit einem Kochlöffel Löcher in den Reis machen, ein Blatt Küchenkrepp drauflegen und auf kleiner Flamme garen lassen.

Die Berberitzen in einer Lösung aus 200ml Wasser und dem Zucker aufkochen und einfach ziehen lassen.

Die Spieße in einer Pfanne getrennt scharf anbraten und im Backofen in in einer Auflaufform bei 120 Grad fertigaren lassen. Dabei würde ich die Geflügelspieße abdecken, beim Lamm muss man das nicht, weil es durch die Marinade nicht zu trocken wird.

Die Karotten schälen, in Scheiben schneiden und in einer Pfanne in einem Esslöffel Butter etwas anbraten. Danach mit etwas Gemüsebrühe aufgießen und fertig garen. Wenn sie bis zum gewünschten Grad weich sind, mit etwas kalter Butter montieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem gehackten Koriander bestreuen.

Auf dem Teller einfach die Berberitzen über den Reis geben und zusammen mit dem Gemüse und den Spießen anrichten. Durch die süßsauren Beeren ist es ein wunderschöner Geschmack. 🙂

Viel Spaß beim Nachkochen!
Leni

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