Flaumiger Marillenkuchen

Oh, es ist also endlich passiert. Mich wundert es ja eh, dass es SO lange gedauert hat: ich hab‘ nämlich meinen fix und fertigen Blogbeitrag gelöscht. Toll, gell? Macht aber nichts, dann fangen wir halt noch einmal von vorne an.

Letzen Sonntag, dem Pfingstsonntag also, lagen der Herr Anton und ich gerade so faul auf dem Canapé herum, als ich ihn fragte, was denn eigentlich an Pfingsten so gefeiert wird. Seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Bierzelt!“. Leider kennt ihr den Herrn Anton nicht, der Moment war absolut grandios. Ich bin ich der Auffassun, dass es- ganz altmodisch- am Feiertag einen Kuchen geben muss.

Es muss so etwa zehn Jahre her sein, da kam meine Mutter eines Samstags mit einem großen Sackerl voll mit Marillen heim. Schließlich wusste sie, dass die Marillen bei uns absolut obstaffinem Haushalt das Wochenende bestimmt nicht überleben würden. Nun, abends war ich dann mit Freunden aus, und am nächsten Tag besuchte ich gemeinsam mit meiner Mutter eine Freundin ihrerseits und auf dem Rückweg hatte ich die glorreiche Idee, dass es doch toll wäre, wenn ich zu Hause einen Kuchen büke und wir diesen gemeinsam mit Kaffee verspeisten. In meinem Kopf hatte ich bereits ein klares Bild von diesem Kuchen, denn als ich in der fünften Klasse war, brachte die Mutter einer Klassenkameradin einen ganz wunderbaren Marillenkuchen mit, genauso einen wollte ich damals auch backen. Ich konnte ihn förmlich schon riechen!

Mein Vater hatte uns allerdings zu besagtem Besuch nicht begleitet. Als ich hernach ins Wohnzimmer kam und voller Vorfreude mich ans Backen machen wollte, allerdings keine Marillen fand, wurde ich stutzig. Gerade als ich meinen Papa nach selbigen Fragen wollte, sah ich, dass vor ihm auf dem Couchtisch eine Schüssel mit Marillenkernen stand…

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Tja, damals hatte es sich ausgeträumt. Aber letztes Wochenende habe ich meine ersten Marillen erstanden. Ich muss zugeben, ich versuche ja, mich an die Saison zu halten, aber manchmal passiert es halt, dass ich mir dann mal schwach werde. Leider. Aber dennoch: der Kuchen war großartig, sehr flaumig, saftig und auch sehr einfach zu machen- weswegen er es auch auf den Blog geschafft hat, da der Teig auf jeden Fall nachgebacken wird.

Für ein mittelgroßes Blech braucht ihr (man kann die Menge selbstverständlich auch verdoppeln, wenn man gerne mehr Teig hat):

  • 4 Eier
  • 200 g Staubzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Packung Vanillezucker
  • abgeriebene Schale von einer Bio-Zitrone
  • 120ml neutrales Öl (ich habe Sonnenblumenöl verwendet)
  • 190 g Mehl
  • 1 Packung Backpulver
  • 3 EL Rum (kann man natürlich auch gern weglassen, ich persönlich liebe ja die Kombination von Marillen und Rum).
  • Obst für den Belag, bei mir waren es etwa 700g Marillen
  • wenn man mag: gehobelte Mandeln

Das Rohr auf 160 Grad (Unter- und Oberhitze) vorheizen.

Das Meht mit 50g des Staubzuckers und dem Backpulver mischen und sieben. Die Marillen waschen, entkernen und halbieren oder vierteln, je nach Vorliebe.

Nun werden die Eier, 150g Staubzucker, das Salz, der Vanillezucker und die Zitronenschale sehr schaumig geschlagen, am besten etwa zehn Minuten schlagen. Das Öl langsam unter ständigem Rühren einfließen lassen, am Schluss das Mehl-Zucker-Gemisch kurz unterheben, hernach den Rum kurz einrühren.

Die Teigmasse aufs Blech streichen, mit den Marillen belegen und etwa eine halbe Stunde backen, nach etwa 20 Minuten die Mandeln drüberstreuen. Am besten einfach mal die Stäbchenprobe machen, ob der Kuchen fertig ist  Man kann ja dann selbst entscheiden, ob man es aushält, zu warten, bis der Kuchen kalt ist, oder sich lieber die Pfoten verbrennt, weil mans gar nicht aushält (Achtung, die Marillen sind noch heißer! 😀 )

Gutes Gelingen und alles Liebe derweil!

Leni

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